Reisevorbereitungen

Solltet Ihr Fragen zu unseren Reisevorbereitungen haben erreicht Ihr uns am besten über das Kontaktformular.

Persönliches

Der größte Schritt war die Kündigung. Da wir beide unseren Job gerne gemacht haben, war das nicht so leicht. Nachdem diese Hürde genommen war, ging alles relativ einfach von der Hand. Interessant war die Erfahrung mit der Agentur für Arbeit. Um klare Verhältnisse zu schaffen haben wir uns arbeitslos gemeldet. Unsere Erfahrungen waren (überraschenderweise) meist positiv. Das liegt wohl daran, dass wir nichts von der Agentur brauchten. Freunde von uns können da ein ganz anderes Lied singen. Soweit der administrative Aufwand.

 

Rein praktisch drehte sich in der Vorbereitung alles um 90 Liter! Soviel Platz hat jeder von uns für seine Kleidung/persönlichen Dinge. Das ist nicht viel Platz aber für Freizeitkleidung ausreichend. Anzug und Kostüm braucht man auf so einer Reise sowieso nicht. Darüber hinaus haben wir noch 90 Liter für Schuhe. Das war's an Kleidung. Der restliche Platz ist für Essen, Trinken, Kochgeschirr, Besteck, Gaskocher, Gasflasche, Kühlschrank, Tisch, Stühle und unsere Toilette reserviert. Wie auf dem Bild zu sehen, ergibt all dies eine ebene Fläche, auf der man zur Not schlafen kann, wenn man das Dachzelt nicht aufstellen möchte.

 

Darüber hinaus führen wir noch Kanister für Wasser (insgesamt 80 Liter plus 2 Faltkanister), Kanister für Diesel (40 Liter), Werkzeug, Ersatzteile, eine Seilwinde, alle möglichen Adapter, Bücher/Reiseführer, Satellitentelefon für Notfälle, Rucksäcke, Schlafsäcke, Isomatten, Bodenzelt und Teile unserer Tauchausrüstung mit. Ob wir die richtigen Prioritäten gesetzt haben, werden wir erleben.

Gesundheit

Während der Reisevorbereitungen haben wir uns nochmal vom Augen-, Zahn- und Hausarzt durchchecken lassen. Da man nicht überall auf entsprechendes medizinisches tifft, darf man hier nichts dem Zufall überlassen. Ein ganz wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung, neben der Auswahl einer Reisekrankenversicherung, war der Impfplan. Neben der Aktualisierung der Standardimpfungen wie Polio, Hepatitis A+B etc. haben wir uns noch gegen Gelbfieber, Typhus, Cholera, Tollwut, Menigokokken und Grippe impfen lassen.

 

Obwohl wir bzw. gerade weil wir lange in Malariagebieten unterwegs sein werden, haben wir uns gegen eine Malariaprophylaxe entschieden. Wer schon einmal über einen längeren Zeitraum die Prophylaxe gemacht hat weiß warum. Unser Augenmerk ist auf die Vermeidung von Stichen gerichtet. Neben den bekannten Insektenabwehrmitteln (Cremes, Sprays, Seifen etc.) gibt es mittlerweile auch Socken, Hemden, Hosen, Schlafanzüge, Schlafsäcke mit eingebauten Insektenschutz. Ein neues Moskitonetz darf natürlich auch nicht fehlen. Darüber hinaus haben wir Akutmedikamente dabei, sollte es doch einen von uns erwischen. Damit sollten wir es bis zum nächsten Arzt/Krankenhaus schaffen.

 

Neben Malariamedikamenten haben wir auch noch Antibiotika, Cortison und Schmerzmittel sowie Infusionsbesteck und diverse Kanülen/Braunülen dabei. Natürlich immer in der Hoffnung es nicht zu brauchen, wenn aber doch wissen wir wenigstens, daß es sauber ist. Darüber hinaus haben wir noch diverse nicht verschreibungspflichtige Medikamente und professionelles Verbandsmaterial dabei.

 

Auch hier gilt, die Zukunft wird zeigen wie gut die Vorbereitung war.

Auto

Nachdem geklärt war, daß wir mit dem Auto fahren, mussten wir uns für ein Auto entscheiden. Unsere Wahl fiel auf einen Mitsubishi L200 (Triton). Hauptgrund war, daß der L200 als einziger unter den kompakten Pickups ein vollwertiges Allradsystem hat. Auch in den Vergleichstests hat er uns überzeugt. Daher haben wir uns 2006 einen L200 gekauft und in den letzten 4,5 Jahren umgebaut, getestet und wieder modifiziert. Letztlich haben wir entschieden mit Dachzelt zu reisen um größtmögliche Flexibilität bei der Routenwahl zu haben. Wenn wir das Dachzelt und die Dachbox abbauen, paßt das Auto in jeden 20 Fuß Container. Darüber hinaus ist das Auto "leicht" und hat einen vergleichsweise niedrigen Schwerpunkt.

 

Die wesentlichen Modifikationen umfassen:

- OME Fahrwerk

- Diff.-Sperren vorne und hinten

- Long Range Tank 125l

- Asfir Heckstoßstange

- Safari-Snorkel

- African Outback Dachträger

- ARB-Kompressor

- CW-Alufelge CV8x16 mit GY Wrangler MT/R 265/75R16

- 2 IPF Scheinwerfer am Dachträger

- Unterfahrschutz Motor und Getriebe

- Hardtop isoliert und beleuchtet (Kederschienen innen und außen)

- Versorgungsbatterie, verbunden mit Starterbatterie über IBS-Batterietrennsystem

- Solaranlage

- Waeco Wechselrichter 500W

- CEE Einspeisung 

 

Die größte Herausforderung wird wahrscheinlich die schlechte Dieselqualität in einigen Ländern sein. In Ägypten wird Diesel z.B. gerne mal mit Wasser gestreckt. Damit so wenig wie möglich schlechter Diesel in unseren Tank kommt, haben wir uns einen Trichter gekauft welcher eine Membran zur Wasserabscheidung und ein Partikelsieb hat. Natürlich haben wir auch einen Ersatz Dieselfilter sowie einen Ersatz Vorfilter dabei. Um die Cetan Zahl zu erhöhen hoffen wir auf ein Additiv. Ob es klappt werden wir berichten.